Da wurde es dann schon schwieriger, ich musste Sprachen lernen und das ganze andere Zeug, was mam im Leben brauchen kann, oder auch nicht. Um diese Zeit habe ich auch meinen ersten Gitarren-Unterricht bekommen. Ich werde es nie vergessen, eine schwarz-rot lackierte Framus war meine erste Gitarre, das erste Lied, das ich spielen konnte, war "Seemann lass das träumen". Weil ich äber mit dem Mist nicht viel anfangen konnte, habe ich den Unterricht wieder geschmissen. Die Finger haben mir auch immer weh getan.

In der Kirche war ich auch immer engagiert, ich war Messdiener, habe morgens um 0600 Uhr immer die Frühmesse gedient, und auch sonst tat ich viel. Ich war bei den Pfadfindern, habe auch jeden Tag eine gute Tat begangen, ich war zufrieden. Wir hatten ja damals nicht viel, haben aber immer Spaß gehabt. Im Jugendheim, wo wir uns regelmäßig getroffen haben, hab ich dann ein paar Jungs kennenn gelernt, und mit denen haben wir beschlossen, wir machen eine Band auf. Uli´s Vater war Hausmeister im Jugendheim, der hat uns auf den Speicher gelassen, und dort stand aus früheren Zeiten, eine dicke Trommel, eine Snare Drum, und ein paar alte Becken, und das Schlagzeug durften wir haben. Dann sind wir mit dem ganzen Kram in den Keller gezogen, in den "Beat Keller". Jeder hat etwas in die Hand genommen, wo man Musik mit machen konnte, und das erste Lied das  wir gespielt haben war: If there´s anything that you want... von den Beatles, glaube ich, war es. Es hat sich fürchterlich angehört, so konnte das nicht klappen, mit der Karriere. Also haben wir angefangen zu arbeiten, im Supermarkt, auf dem Bau, im Hotel, in der Hotelküche, also überall dort, wo es etwas zu verdienen gab. Auf die Tour kam einiges an Geld zusammen, dann haben wir noch die Eltern und die Verwandtschaft angepumpt, und schon bald, konnten wir uns schöne Sachen kaufen, wenn auch nur gebraucht. Die Musik wurde immer besser (und lauter), und bald hatten wir unseren ersten Auftritt.